Bei Hotels sind Buchungsbedingungen weitgehend vereinheitlicht. Auf Campingplätzen ist die Bandbreite erheblich – vom formlosen Anruf bis zum verbindlichen Vertrag mit gestaffelten Stornoquoten.
Die Anzahlung
Üblich sind zehn bis dreißig Prozent oder ein fester Betrag. Zwei Fragen dazu:
- Wird sie auf den Endpreis angerechnet oder ist sie eine zusätzliche Gebühr?
- Verfällt sie bei Stornierung vollständig oder anteilig?
Beides sollte vor der Überweisung bekannt sein, nicht danach.
Die Stornofristen
Meist gestaffelt: bis zu einem bestimmten Zeitpunkt kostenfrei, danach steigende Anteile. Die Staffel steht in den Geschäftsbedingungen des Platzes – und die sind auf vielen Seiten schwerer zu finden als der Preisaushang.
Praktischer Hinweis: Fotografieren Sie die Bedingungen zum Zeitpunkt der Buchung ab. Sie können sich ändern, und maßgeblich ist die Fassung bei Vertragsschluss.
Die vorzeitige Abreise
Der häufigste Streitpunkt. Der Vertrag gilt für den gebuchten Zeitraum; wer nach drei von zehn Nächten wegen Dauerregen abreist, hat in der Regel keinen Erstattungsanspruch.
Viele Plätze sind kulant, gerade bei Stammgästen. Ein Anspruch ist das nicht, und man sollte nicht damit planen.
An- und Abreisezeiten
Wird gern übersehen und ärgert am meisten. Viele Plätze haben eine Nachtruhe mit geschlossener Schranke – wer um 22:30 Uhr ankommt, steht davor. Manche bieten einen Vorplatz für Spätankömmlinge, andere nicht.
Ebenso die Abreise: Eine Abreisezeit um 11 Uhr bedeutet, dass die letzte Nacht faktisch am Vormittag endet. Bei Plätzen mit späterer Abreisezeit gegen Aufpreis lohnt die Rechnung.
Die Reiserücktrittsversicherung
Bei hohen Anzahlungen und langen Aufenthalten überlegenswert. Entscheidend ist die Liste der abgedeckten Gründe: Krankheit und Unfall sind üblich, Wetterlagen praktisch nie.
Wer wegen des Wetters flexibel bleiben will, bucht besser kurzfristig – oder wählt einen Platz mit kulanter Regelung und lässt sich diese schriftlich geben.